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Wohngeldre­form – was ändert sich beim Wohngeld?

Viele Menschen haben nicht genug Geld, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten aufzubringen. Um ihnen zu helfen, hat die Bundesregierung die große Wohngeldreform 2023 auf den Weg gebracht. Menschen mit geringen Einkommen werden ab Januar 2023 mit dem “Wohngeld Plus” stärker bei den Wohnkosten entlastet als bisher.  Hier erklären wir, was sich beim Wohngeld alles ändert und wie Sie es beantragen.

Prträt eines Mannes mit Maßband um den Hals hängend

Das Wichtigste in Kürze

  • Um Haushalte mit wenig Einkommen stärker zu entlasten, hat die Bundesregierung eine große Wohngeldreform beschlossen.
  • Ab 1. Januar 2023 können mehr Menschen in Deutschland Wohngeld bekommen. 
  • Der durchschnittliche Betrag wird von rund 180 auf rund 370 Euro steigen.
  • Wer jetzt schon Wohngeld bezieht, erhält außerdem einen Heizkostenzuschuss für die Heizperiode von September bis Dezember 2022 (einmalig 415 Euro für Ein-Personen-Haushalte, 540 Euro für Zwei-Personen-Haushalte und für jede weitere Person zusätzlich 100 Euro).
  • Ab Januar wird der Heizkostenzuschuss in das monatliche Wohngeld integriert.
  • Wohngeld steht Ihnen zu, wenn Sie einen Job haben oder selbstständig sind, aber Ihre Einnahmen für den Lebensunterhalt nicht ausreichen.
  • Eine Kombination mit Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) ist nicht möglich.
  • Die Höhe des Wohngeldes hängt unter anderem von der Haushaltsgröße, dem Einkommen und der Miete ab.
  • Zuständig sind die Wohngeldstellen an Ihrem Wohnort. In Hamburg sind das die Sozialen Dienstleistungszentren der Bezirksämter.
  • Das Antragsformular gibt es beim Amt oder online.

Was ist Wohngeld ?

Wohngeld ist ein monatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten. Es hilft armutsgefährdeten Menschen, ihre Miete zu stemmen, und soll verhindern, dass sie Grundsicherungsleistungen beantragen müssen. Auch wer in einer Eigentumswohnung oder im eigenen Haus lebt und wenig Geld hat, kann Wohngeld beantragen.

Viele wissen gar nicht, dass sie Anspruch auf diese staatliche Leistung haben. Wenn bei Ihnen das Geld nicht reicht und vielleicht sogar schon Schulden aufgelaufen sind, sollten Sie gleich prüfen, ob Sie anspruchsberechtigt sind – zumal die Einkommensgrenzen zum 1. Januar 2023 im Zuge der Wohngeldreform deutlich angehoben werden.

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Wie hoch ist das Wohngeld?

Die Höhe des Wohngeldes ist nicht festgelegt, sondern hängt von folgenden Fragen ab: 

  • Mit wie vielen Menschen leben Sie zusammen in einem Haushalt?
  • Wie hoch sind die gesamten Einnahmen aller Haushaltsmitglieder?
  • Wie hoch ist Ihre Miete?
  • Wo leben Sie?

Es geht bei der Berechnung also um das Verhältnis der Einnahmen zu den Ausgaben fürs Wohnen. Dabei wird bislang nur die Bruttokaltmiete bezuschusst, also die Miete plus die Kosten für Kaltwasser, Abwasser, Müll und Hausverwaltung, nicht aber die Kosten für Warmwasser und Heizung. Mit der Wohngeldreform 2023 und dem neuen „Wohngeld Plus” wird sich das ändern. Derzeit beträgt das Wohngeld durchschnittlich rund 180 Euro im Monat. Ab Januar 2023 soll dieser Satz nach Angaben der Bundesregierung auf durchschnittlich 370 Euro im Monat steigen.

Wer kann Wohngeld beantragen?

Wohngeldberechtigt sind Menschen, die zwar ein eigenes Einkommen haben, aber ein so geringes, dass es nicht ausreicht, um Miete, Strom und Heizung vollständig selbst zu bezahlen. Zur Zielgruppe zählen somit Angestellte oder Selbstständige, Rentner*innen oder Bezieher*innen von Arbeitslosengeld 1. 

Voraussetzung für den Wohngeldbezug ist, dass Sie Ihren sonstigen Lebensunterhalt und einen Teil der Wohnkosten aus eigener Tasche bestreiten können und Sie keine anderweitigen staatlichen Leistungen erhalten, bei denen ein Zuschuss zu den Wohnkosten bereits enthalten ist. Gleichzeitig Arbeitslosengeld 1 (auch bekannt als Hartz IV) und Wohngeld beziehen geht folglich nicht.

Aktuell erhalten in Deutschland rund 600.000 Haushalte Wohngeld. Es wird geschätzt, dass doppelt so viele einen Anspruch hätten, aber aus verschiedenen Gründen den Antrag noch nicht gestellt haben.

Worum geht es bei der Wohngeldreform?

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat dazu geführt, dass die Preise für Energie und Lebensmittel enorm angestiegen sind. Vor allem Menschen mit wenig Einkommen können die Preissteigerungen kaum noch bewältigen und drohen in Armut und Zahlungsunfähigkeit zu geraten. Um sie zu entlasten, hat die Bundesregierung eine umfassende Wohngeldreform 2023 beschlossen, die zum 1. Januar in Kraft treten soll. Sie ist Teil des dritten Entlastungspakets, das auch die Einführung des Bürgergeldes vorsieht.

Was ändert sich beim Wohngeld 2023?

Unter dem Titel „Wohngeld Plus“ werden zum Januar 2023 die Einkommensobergrenzen für das Wohngeld angehoben. Auch Haushalte, die bis jetzt noch keinen Anspruch hatten, können dann vom neuen Wohngeld profitieren. Nach Berechnungen der Bundesregierung werden etwa dreimal so viele Personen Wohngeld bekommen wie heute. Gleichzeitig wird das Wohngeld pro Haushalt erhöht, von derzeit durchschnittlich rund 180 Euro auf rund 370 Euro pro Monat. Dabei werden erstmals die Heizkosten bei der Berechnung berücksichtigt, mit einer Pauschale von zwei Euro/Quadratmeter Wohnfläche.

Noch sind die Details für das Wohngeld Plus nicht festgelegt. Fest steht aber, dass die Bundesregierung für die Wohngeldreform 2023 fast zwei Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich eingeplant hat. Von den Bundesländern kommt noch einmal derselbe Betrag hinzu.

Wer bekommt zukünftig Wohngeld?

Auch in Zukunft werden Haushalte mit geringem Einkommen Wohngeld bekommen, wobei die Grenze, was als “gering” gilt, angehoben wird. Dadurch erweitert sich der Kreis der Wohngeldberechtigten auf rund zwei Millionen Menschen.

Ob Sie Wohngeld erhalten, können Sie über den Wohngeldrechner oder die Wohngeldtabellen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ermitteln. Dort werden derzeit (Stand: November 2022) aber noch die alten Zahlen verwendet. Eine Anpassung soll pünktlich zum Inkrafttreten der Wohngeldreform erfolgen.

Wer bekommt den Heizkostenzuschuss?

Solange die Wohngeldreform noch nicht wirksam ist, wird es als kurzfristige Entlastung für alle Empfänger*innen von Wohngeld einen weiteren Zuschuss zu den Heizkosten (Heizkostenzuschuss 2) geben. Er beträgt für Ein-Personen-Haushalte 415 Euro, für Zwei-Personen-Haushalte 540 Euro und für jede weitere Person zusätzliche 100 Euro. Das Geld wird einmalig für die derzeitige Heizperiode (von September bis Dezember 2022) ausgezahlt. Er ergänzt den Heizkostenzuschuss 1. Dieser wurde bereits im März 2022 im Rahmen des ersten Entlastungspakets von der Bundesregierung beschlossen, um Wohngeldempfänger*innen bei den stark gestiegenen Energiekosten zu entlasten. Ab 1. Januar 2023 wird der Heizkostenzuschuss dann dauerhaft in das Wohngeld integriert.

Ab wann gilt das neue “Wohngeld Plus”?

Das “Wohngeld Plus” gilt ab Januar 2023 und kann auch erst ab diesem Zeitpunkt beantragt werden. Da vermutlich viele Wohngeldanträge bei den Behörden eingehen werden, sollten Sie sich darauf einstellen, dass es einige Monate dauert, bis Ihr Antrag bewilligt und das Geld auf Ihrem Konto ist. Zwar hat die Bundesregierung einige Vereinfachungen bei der Bearbeitung vorgesehen und auch Geld für zusätzliches Personal wird es geben. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Ansturm zu bewältigen, ist aber nicht absehbar. Der Antrag gilt in jedem Fall ab dem Monat, in dem Sie ihn gestellt haben.

Wie kann ich das Wohngeld (in Hamburg) beantragen?

Für den Antrag ist das Wohngeldamt an Ihrem Wohnort zuständig. In Hamburg sind das die Sozialen Dienstleistungszentren in den Bezirksämtern.

Die Angaben, die Sie für das Antragsformular brauchen, finden Sie im Wesentlichen in Ihrem Mietvertrag und in Ihren Kontoauszügen. Sie können den Antrag schriftlich einreichen, auch ohne einen persönlichen Termin beim Amt.

Damit Ihr Antrag zügig bearbeitet werden kann, sollten Sie ihn zusammen mit diesen Unterlagen einreichen:

  • Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltsbescheinigung mit Meldebestätigung
  • Mietvertrag
  • Aktuelle Mietquittung (z. B. Kontoauszug)
  • Kaltwasserabrechnung
  • Einkommensnachweise


Sie sollten nicht zu lange warten, bis Sie den Antrag stellen – zumal Sie Wohngeld nicht rückwirkend bekommen.

Fazit: Was bringt die Wohngeldreform für Selbstständige?

Wohngeld ist eine staatliche Unterstützungsleistung, auf die auch Selbstständige Anspruch haben, sobald ihr Betrieb nicht mehr genug Einnahmen abwirft. Wenn Ihr Geld nicht reicht, sollten Sie nicht zögern, einen Antrag auf Wohngeld zu stellen, denn auf diese Weise verschaffen Sie sich finanziell etwas mehr Luft und können (weitere) Schulden vermeiden.

Mit der Wohngeldreform 2023 ändert sich einiges:

  • Mehr Menschen haben Anspruch auf Wohngeld.
  • Das Wohngeld wird erhöht.
  • Erstmals werden die Heizkosten bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt.

Ab Januar 2023 steigen demnach die Chancen auf eine Bewilligung Ihres Wohngeld-Antrags deutlich. Zudem erhöht sich der Betrag, mit dem Sie monatlich als Zuschuss zu den Wohnkosten rechnen dürfen.

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bhp