Telefonische Beratung für Hamburger Selbstständige und Kleinunternehmer*innen

Beratung für Hamburger Selbstständige und Kleinunternehmer* innen

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FAQ: Ihre Fragen schnell geklärt

Hier finden Sie kurze Antworten auf typische Fragen zum Thema Schulden, Insolvenz und Neustart nach der Krise.

Porträt einer sitzenden Frau

Schulden

Wenn Sie Ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, sollten Sie sich schnellstmöglich Hilfe suchen. Vereinbaren Sie am besten gleich heute einen Termin bei einer Schuldner- oder Insolvenzberatung in Ihrer Stadt. Die Beratung ist in der Regel kostenlos.

 

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Soloselbstständige und Kleinunternehmer*innen aus Hamburg können die kostenlose Hotline von InStart anrufen oder einen Termin vereinbaren.

 

Die InStart-Berater*innen helfen schnell und unbürokratisch – auf Wunsch auch anonym.

 

Außerdem bieten folgende anerkannte Schuldnerberatungsstellen in Hamburg Beratung für Selbstständige und ehemals Selbstständige in Not:

 

 

Wenn Sie nicht in Hamburg tätig sind, können Sie sich an eine der bundesweiten Schuldnerberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände, der Kommunen oder der Verbraucherzentralen wenden (eine Liste mit Anlaufstellen finden Sie auf der Internetseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung – www.bag-sb.de).

Nicht alle Schuldenberatungsstellen fühlen sich für (ehemals) Soloselbstständige und Kleinunternehmer*innen zuständig. Zudem haben sie häufig lange Wartelisten, weil in der Corona-Zeit besonders viele Menschen Schulden gemacht haben. Versuchen Sie es daher auch bei den Berufsverbänden oder Kammern, in denen Sie Mitglied sind.

Sie können sich auch an eine spezialisierte Anwaltskanzlei wenden, wenn Sie Unterstützung benötigen, um mit Ihren Gläubiger*innen zu verhandeln oder einen Insolvenzantrag zu stellen. Dafür entstehen allerdings Anwaltsgebühren. Fragen Sie nach, was die Beratung kostet und ob eine Übernahme der Kosten möglich ist. Achtung: In Hamburg ist dies leider nicht vorgesehen!

Im Internet werden Sie viele kommerzielle Schuldenregulierer finden, die vor allem damit werben, Sie schnell von Ihren Schulden zu befreien. Nicht alle dieser Angebote sind seriös. Erkundigen Sie sich über den Anbieter, bevor Sie eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen. Hat er überhaupt eine Rechtsberatungserlaubnis? Und welche Kosten entstehen? Ein kritischer Blick spart Ihnen womöglich viel Geld und Ärger. 

Wenn die Schulden immer weiterwachsen, obwohl Sie alles tun, um sie zu senken, spricht vieles dafür, dass Sie bereits zahlungsunfähig sind. Ihre Warnsignale sollten allerdings schon angehen, sobald Sie einzelne Rechnungen nicht mehr pünktlich bezahlen können. Es sei denn, es handelt sich um einen zeitlich befristeten Engpass, den Sie zum Beispiel mit Ihrem Kontokorrentkredit oder Ihrem Dispokredit überbrücken können.

 

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Als Richtlinie gilt: Ein Anteil von höchstens zehn Prozent offener Rechnungen ist okay, alles, was darüber liegt, ist kritisch.

 

Können Sie die offenen Rechnung nicht bald überweisen oder erhöht sich ihr Anteil an allen Rechnungen weiter, ist es höchste Zeit, zu handeln! Wenden Sie sich an eine Schuldenberatungsstelle oder eine Anwaltskanzlei. Soloselbstständige und Kleinunternehmer*innen aus Hamburg können die kostenlose InStart-Hotline anrufen (Tel. 040-52 474 1818, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr, kostenlos und ohne Termin). 

Wenn Sie Ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, kann eine außergerichtliche Einigung zur Schuldenregulierung ein Weg sein, um aus der Schuldenspirale herauszukommen. Am besten, Sie lassen sich von einer Schuldenberatungsstelle bei diesem Einigungsversuch helfen.

Selbstständige aus Hamburg können sich an die Hotline von InStart wenden. Die Berater*innen unterstützen Sie kostenfrei und unbürokratisch auf Ihrem Weg aus den Schulden.

Wie Sie sich mit Ihren Gläubiger*innen einigen, können Sie frei verhandeln. In Betracht kommen etwa Stundungen, Ratenzahlungen, Verzinsungen oder ein (Teil-)Erlass Ihrer Schulden.

 

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Voraussetzung für eine erfolgreiche Einigung ist, dass Ihre Gläubiger*innen Ihnen Vertrauen. Deshalb sollten Sie sie offen und transparent über Ihre Situation aufklären.

 

In unserer Werkzeugkiste finden Sie verschiedene Musterbriefe, die Sie Ihren Gläubiger*innen schicken können.

Wenn möglich, sollten Sie vereinbaren, dass Ihre Gläubiger*innen solange auf Zwangsvollstreckungen verzichten, wie die Vergleichsgespräche laufen. Zudem sind Anpassungsklauseln sinnvoll, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Zahlungen zu senken oder einzustellen, falls sich Ihre finanzielle Situation verschlechtern sollte. Im Gegenzug werden Ihre Gläubiger*innen erwarten, dass Sie Ihre Zahlungen erhöhen, sollte sich Ihre Finanzsituation verbessern.

Lehnen Ihre Gläubiger*innen den Einigungsversuch ab, kann Ihnen eine geeignete Person oder Stelle das Scheitern bescheinigen. Diese Bescheinigung benötigen Sie, um ggf. ein gerichtliches Insolvenzverfahren anzustreben.

Wenn Sie vom Gericht einen Mahnbescheid bekommen und daraufhin die Forderung weder bezahlen noch Widerspruch einlegen, können Ihre Gläubiger*innen versuchen, ihr Geld durch eine Zwangsvollstreckung einzutreiben. Das heißt im Klartext: Der Gerichtsvollzieher oder die Gerichtsvollzieherin stattet Ihnen einen Hausbesuch ab. Vorher erhalten Sie allerdings noch den sogenannten Vollstreckungsbescheid. Sie haben dann zwei Wochen Zeit, Einspruch dagegen einzulegen. Andernfalls wird der Bescheid rechtskräftig und die Forderung kann zwangsweise durchgesetzt werden.

Sie müssen den Gerichtsvollzieher oder die Gerichtsvollzieherin zwar nicht in die Wohnung lassen, ratsam ist es aber. Denn auf Antrag der Gläubiger*innen kann sogar eine Zwangsdurchsuchung der Wohnung angeordnet werden. Sind Sie dann nicht anzutreffen, darf sogar Ihre Wohnungstür aufgebrochen werden, was nur zu noch mehr Kosten und Ärger führt.

 

 

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Können Sie nicht zahlen, wird der Gerichtsvollzieher oder die Gerichtsvollzieherin versuchen, bewegliche Gegenstände bei Ihnen zu pfänden.

 

Er oder sie kann zum Beispiel Schmuck, Bargeld, Luxusgüter und technische Geräte pfänden. Alles, was Sie für einen bescheidenen Lebenswandel benötigen, ist von der Pfändung ausgenommen: Möbel, Kleidung, Küchengeräte, ein einfacher Fernseher, ein Smartphone oder ein Computer. Ebenso sind Gegenstände nicht pfändbar, die Sie aus beruflichen Gründen benötigen.

Der Gerichtsvollzieher oder die Gerichtsvollzieherin kann die gepfändeten Gegenstände entweder direkt mitnehmen oder sie mit einem Pfandsiegel versehen (dem sogenannten Kuckuck). Sie dürfen dann nicht mehr darüber verfügen, sie also weder verschenken noch verkaufen.

Lassen Sie sich unbedingt ein Pfändungsprotokoll aushändigen, auch wenn es nichts zu pfänden gibt. Damit können Sie Ihren Gläubiger*innen gegenüber belegen, dass weitere Vollstreckungsmaßnahmen gegen Sie nicht erfolgversprechend sind.

Am Anfang des Vollstreckungsverfahrens steht die eidesstattliche Versicherung. Das bedeutet, dass Sie verpflichtet sind, Ihre gesamte Vermögenssituation offenzulegen. Ihre Gläubiger*innen erfahren dadurch, bei welcher Bank Sie Ihr Konto haben, womit Sie Ihr Geld verdienen und über welche Sparverträge Sie verfügen. Zugleich werden Sie in das zentrale Schuldnerverzeichnis eingetragen und verlieren Ihre Kreditwürdigkeit.

Ein Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, ermöglicht es Ihnen, jederzeit an den unpfändbaren Teil Ihrer Einkünfte heranzukommen und sogar Beträge anzusparen. Automatisch wird das Guthaben, das Sie gemäß Pfändungsschutztabelle behalten dürfen, vor Pfändungen geschützt.

 

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Ihre Bank ist verpflichtet, Ihr normales Girokonto oder Ihr Geschäftskonto als Pfändungsschutzkonto zu führen, wenn Sie das wünschen – selbst wenn das Konto schon im Minus ist. Es gibt aber nur ein P-Konto pro Person.

 

Der Pfändungsschutz für den Grundfreibetrag von zurzeit 1260 Euro kann sofort bei der Hausbank beantragt werden. Wenn Sie den Freibetrag erhöhen möchten (zum Beispiel, weil Sie Kinder haben), brauchen Sie dafür eine Bescheinigung. Diese kann Ihnen eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle ausstellen.

Lassen Sie sich nicht von Ihrer Bank abwimmeln. Sie haben einen Anspruch auf ein P-Konto, auch wenn Sie selbstständig sind.

Insolvenz

Sind Sie Geschäftsführer*in einer Kapitalgesellschaft (zum Beispiel einer GmbH oder UG), müssen Sie innerhalb von höchstens drei Wochen einen Insolvenzantrag stellen, sobald Ihre Gesellschaft zahlungsunfähig wird. Tun Sie das nicht, begehen Sie unter Umständen Insolvenzverschleppung und machen sich strafbar.

 

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Für alle anderen Unternehmer*innen (Einzelunternehmer*innen, Freiberufler*innen oder Gesellschafter*innen einer Personengesellschaft) gilt die gesetzliche Insolvenzantragspflicht nicht. Sie können keine Insolvenzverschleppung begehen.

Gehören Sie zu dieser Gruppe, müssen Sie also keinen Insolvenzantrag stellen. Aber sie können und sollten es tun, sofern sie darin einen guten Weg sehen, sich von Ihren Schulden zu befreien. Unser Ratgeber Insolvenzverfahren – ist das was für mich? hilft Ihnen bei der Entscheidung. Lassen Sie sich aber unbedingt fachkundig beraten, bevor Sie den Insolvenzantrag stellen.

Soloselbstständige und Kleinunternehmer*innen aus Hamburg können gemeinsam mit den Berater*innen von InStart klären, ob ein Insolvenzverfahren das Richtige für sie ist.

In Deutschland können übrigens alle Menschen einen Insolvenzantrag stellen und von der Restschuldbefreiung profitieren, die hier leben – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft und ihrem Einkommen bzw. Vermögen.

Der Insolvenzantrag kann auch von Ihren Gläubiger*innen für Sie gestellt werden. Dann spricht man von einem Fremdantrag. Am ehesten greifen die Krankenkassen, das Finanzamt oder die Knappschaft zu diesem Mittel. Bevor das Insolvenzgericht einem Fremdantrag stattgibt, muss es Sie anhören. Sie haben dann die Chance, innerhalb bestimmter Fristen einen Eigenantrag zu stellen. Nur dann können Sie von der Restschuldbefreiung profitieren.

Kann ich selbstständig bleiben, trotz Insolvenz? 

Ja. Sie können Ihren Betrieb oder Ihre Selbstständigkeit während des Insolvenzverfahrens fortsetzen. Dafür brauchen Sie aber die Genehmigung von Ihrem Insolvenzverwalter oder Ihrer Insolvenzverwalterin.  

Wenn Sie vorhaben, selbstständig zu bleiben, ist eine Regelinsolvenz für Sie der richtige Weg zur Schuldenregulierung. Eine Verbraucherinsolvenz ist nur für Privatpersonen und ehemals Selbstständige gedacht.  

Sie möchten mehr erfahren? Hier geht’s zum Video und zum Artikel Trotz Insolvenz Selbstständig bleiben: Geht das? 

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Was Sie brauchen, ist ein tragfähiges Geschäftskonzept, das den Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin überzeugt.

 

Bei einer Regelinsolvenz kann Ihr Insolvenzverwalter oder Ihre Insolvenzverwalterin die Freigabe für Ihren Betrieb erteilen. Sie treffen dann alle unternehmerischen Entscheidungen selbst und ohne Einmischung von außen. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, regelmäßig einen bestimmten Betrag abzutreten. Dieser Betrag richtet sich – anders als bei einem Einkommen aus einer Festanstellung – nicht nach Ihren tatsächlichen Einkünften, sondern wird vom sogenannten Referenzeinkommen abgeleitet. Das Referenzeinkommen ist das Nettoeinkommen, das Sie aufgrund Ihrer Ausbildung mit einem festen Job verdienen könnten.

Auch bei einer Verbraucherinsolvenz, die ja für Privatpersonen und ehemals Selbstständige gedacht ist, gibt es die Möglichkeit, unternehmerisch tätig zu sein. Zwar dürfen Sie zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht (mehr) selbstständig sein bzw. keine nennenswerten Einnahmen aus Ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielen. Sie können aber während der Wohlverhaltensphase eine Selbstständigkeit (erneut) aufnehmen, um Ihr Einkommen zu sichern, sofern Ihr Insolvenzverwalter oder Ihre Insolvenzverwalterin zustimmt.

Sie können sich das Insolvenzverfahren nicht aussuchen. Wenn Ihre Firma noch existiert und Sie aktuell selbstständig sind, ist immer die Regelinsolvenz für Sie vorgesehen.  

Die Verbraucherinsolvenz durchlaufen Sie, wenn  

  • Sie nicht (mehr) selbstständig sind,  
  • wenn Sie keine Schulden aus der Beschäftigung von Mitarbeiter*innen haben und  
  • wenn Sie höchstens 19 verschiedene Gläubiger*innen haben. 

Die Unterschiede zwischen beiden Verfahren sind nicht mehr sehr groß. Keines ist „besser“ oder „schlechter“ als das andere. 

Sie möchten mehr erfahren? Hier geht’s zum Video und zum Artikel Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz – die Unterschiede

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In beiden Fällen ist es möglich, während der Wohlverhaltensphase selbstständig zu sein, sofern der Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin zustimmt.

 

Die meisten Menschen wissen nicht, was es genau bedeutet, „Insolvenz anzumelden“, also ein gerichtliches Insolvenzverfahren zu durchlaufen. Viele verbinden damit das ungute Gefühl, endgültig und offiziell gescheitert zu sein. Dabei ist ein Insolvenzverfahren für viele eine Chance, sich von allen Schulden zu befreien und endlich wieder auf die Beine zu kommen.

Wenn Sie sich entscheiden, den Insolvenzantrag zu stellen, liegen drei Jahre vor Ihnen, in denen Sie einen Teil Ihres Einkommens abgeben müssen, um Ihre Schulden abzubezahlen. Sie haben in dieser Zeit weniger Geld, aber dafür die Sicherheit, dass Ihre Gläubiger*innen keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen Sie einleiten.

 

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Wie viel Geld Ihnen zum Leben bleibt, können Sie der Pfändungstabelle entnehmen. Zurzeit liegt der Freibetrag für alleinstehende Personen bei rund 1260 Euro netto im Monat.

 

Der Freibetrag erhöht sich, wenn Unterhaltspflichten vorliegen (um ca. 471 Euro für die erste Person und um weitere 262 Euro für jede weitere Person).

Das Insolvenzverfahren im engeren Sinne dauert ungefähr ein Jahr. In dieser Zeit wird Ihr Vermögen verkauft und der Erlös an Ihre Gläubiger*innen verteilt. Dabei gilt: Was Sie für ein bescheidenes Leben und zur Ausübung Ihres Berufes benötigen, darf Ihnen nicht weggenommen werden.

Danach schließt sich die Wohlverhaltensperiode an. Sie sind verpflichtet, jede Änderung Ihrer Lebensumstände zu melden. Wenn Sie umziehen, einen neuen Job antreten oder das Häuschen Ihrer Tante erben, müssen Sie dies Ihrem Treuhänder oder Ihrer Treuhänderin ungefragt mitteilen.

Nach drei Jahren wird das Insolvenzverfahren beendet und Ihre restlichen Schulden werden gestrichen. Nochmals drei Jahre später wird auch Ihr Schufa-Eintrag gelöscht.

Ein Insolvenzverfahren kostet Geld – für das Gericht und für den Insolvenzverwalter bzw. die Insolvenzverwalterin. Die Höhe der Kosten hängt vom Aufwand ab. Eine Verbraucherinsolvenz kostet ca. 1.800 Euro, bei einer Regelinsolvenz können Sie mit ca. 3.000 Euro rechnen.

Kann es sein, dass Sie keine Restschuldbefreiung erreichen können, weil Sie sich das Insolvenzverfahren nicht leisten können? Zum Glück nicht. In diesem Fall stellen Sie zusammen mit Ihrem Insolvenzantrag einen Stundungsantrag. Dann werden die Verfahrenskosten zu den anderen Schulden hinzugerechnet und ganz vorne auf die Liste der offenen Forderungen gesetzt. Sollte im Laufe des Verfahrens gar kein oder nicht genug Geld zusammenkommen, um die Verfahrenskosten zu begleichen, werden diese erst zum Ende des Verfahrens, also nach der Restschuldbefreiung, in Rechnung gestellt. Sie können auch in Raten abbezahlt werden.

Zusätzlich zu den Verfahrenskosten können Beratungs- oder Anwaltskosten entstehen. Die Beratung der öffentlich anerkannten Schuldenberatungsstellen ist in der Regel kostenfrei. Wenn Sie eine Anwaltskanzlei beauftragen, sollten Sie die Kostenfrage früh klären. Unter Umständen können Sie dafür staatliche Beratungshilfe bekommen. In Hamburg ist das allerdings nicht möglich.

Neustart

Wir sind überzeugt: Die Welt steckt voller Lösungen. Für Selbstständige und Kleinunternehmer*innen, die in oder nach einer Krise neu starten wollen, gibt es im Prinzip vier Marschrichtungen:

 

  1. Das bisherige Geschäftsmodell verbessern 
    Wenn Sie Ihr Unternehmen retten möchten, sollten Sie sich ehrlich mit den Ursachen für die Krise befassen. War es wirklich nur Corona? Oder lief auch vorher schon nicht mehr alles rund, und die Pandemie war eigentlich nur der Brandbeschleuniger? Was müssten Sie tun, damit Ihr Geschäftsmodell wieder funktioniert? Können Sie Kosten senken oder den Vertrieb stärken, um mehr Aufträge zu akquirieren? Sind Ihre Preise und ihre Produkte wettbewerbsfähig? Operative Fragen wie diese gilt es zu klären, wenn Sie sich für den Weg „Restrukturierung des bisherigen Geschäftes“ entscheiden wollen.
     
  2. Ein neues Geschäftsmodell entwickeln
    Manchmal funktionieren Geschäftsmodelle einfach nicht mehr. Dann genügen keine operativen Verbesserungen mehr, dann ist es Zeit für einen radikalen strukturellen Wandel. Vielleicht können Sie komplett neue Vertriebskanäle erschließen, neue Zielgruppen ansprechen oder sogar ein ganz neues Angebot schaffen. Oder Sie nutzen die Chancen der Digitalisierung und des Internets, um Ihr Business komplett umzukrempeln. Am Geschäftsmodell zu drehen und sich von alten Denkweisen zu trennen, eröffnet ungeahnte wirtschaftliche Perspektiven.
     
  3. Ein neues Unternehmen gründen
    Selbstständige haben sich oft mit Herz und Seele dem Unternehmertum verschrieben. Wenn das alte Unternehmen überholt ist, kann es für sie eine gute Option sein, es abzuwickeln und nach einem sauberen Schlussstrich ganz neu zu gründen. Dieser Schritt will natürlich gut geplant und durchdacht sein. Das gilt für die Geschäftsidee an sich, aber besonders auch für das Thema Finanzierung. InStart arbeitet mit der Gründerplattform zusammen und kann wertvolle Starthilfe leisten. Gehen Sie das Thema Neugründung und Finanzierung mit unseren Berater*innen durch.
     
  4. Die Selbstständigkeit beenden und auf dem Arbeitsmarkt durchstarten
    Warum nicht? Auch eine Festanstellung kann ein Weg sein, um nach einer Krise wieder auf die Beine zu kommen – sei es als Übergangslösung oder auch auf Dauer. Eine Festanstellung minimiert wirtschaftliche Risiken, bringt finanzielle Stabilität und hilft, Schulden abzutragen. Sie bietet zudem die Chance, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, dazuzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich in einem neuen Feld auszuprobieren. InStart hilft bei der Jobsuche und im Bewerbungsprozess. Sprechen Sie die Berater*innen darauf an.

 

Welche der vier Richtungen die richtige für Sie ist, hängt neben der notwendigen Mitwirkung anderer Beteiligter, vor allem Ihrer Gläubiger*innen, Lieferant*innen und Kund*innen, auch von Ihren Ressourcen, Ihren Träumen und Ihrer Motivation ab. Die InStart-Berater*innen helfen Ihnen bei der Entscheidung, welchen Weg sie am besten einschlagen sollten, um die Krise hinter sich zu lassen.

Ja, das ist möglich. Wenn Sie vorhaben, Ihre Selbstständigkeit trotz Insolvenz weiterzuführen, durchlaufen Sie die Regelinsolvenz. Wenn Sie hingegen einen Schlussstrich ziehen und Ihr Unternehmen abwickeln möchten, um mit einer neuen Geschäftsidee durchzustarten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Verbraucherinsolvenz durchlaufen.

In unserem Ratgeber Was passiert mit mir, wenn ich Insolvenz anmelde? können Sie nachlesen, worin sich die beiden Insolvenzformen unterscheiden und wann Sie am besten mit dem Insolvenzverwalter oder der Insolvenzverwalterin über eine Fortführung Ihrer Selbstständigkeit sprechen sollten.   

Wenn Sie gerne unternehmerisch tätig bleiben möchten, sollten Sie sich eher für die Regelinsolvenz entscheiden. Dann kann der Insolvenzverwalter bzw. die Insolvenzverwalterin Ihnen die Genehmigung für die Fortsetzung Ihrer bisherigen Selbstständigkeit erteilen. Das wird er oder sie allerdings in der Regel nur tun, wenn Sie einen überzeugendes Konzept vorlegen.

 

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Es ist gar nicht so selten, dass Schuldner*innen in einem Regelinsolvenzverfahren ihre Selbstständigkeit fortsetzen. Ein solider Businessplan gehört dazu. 

 

In Ihrem Businessplan beschreiben Sie, was Sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und warum Sie zukünftig wieder schwarze Zahlen schreiben werden. Wichtigster Bestandteil ist der Zahlenteil, aus dem hervorgeht, mit wie viel Umsatz Sie rechnen und wie hoch Ihre Ausgaben sein werden. Diese Zahlen sollten auf realistischen und nachvollziehbaren Annahmen basieren. 

Die InStart-Berater*innen kennen sich aus und helfen Ihnen gern, Ihren Betrieb zu optimieren und einen passenden Businessplan zu schreiben.

Nach Jahren der Selbstständigkeit fällt es häufig schwer, sich zu bewerben, schließlich hat sich in der Zwischenzeit einiges auf dem Arbeitsmarkt verändert. Hinzu kommt, dass sich ehemalige Unternehmer*innen ja kaum selbst ein Arbeitszeugnis ausstellen können. Und auch die Frage „Bin ich nicht zu alt für einen neuen Job?“ stellt sich vielen ehemaligen Unternehmer*innen. 

Überstürzen Sie daher nichts. Nehmen Sie sich Zeit, herauszufinden, mit welchen Vorzügen Sie punkten können und wo Sie sich gerne einbringen würden. 

 

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Sie bringen aus Ihrer Selbstständigkeit jede Menge Know-how mit, das für Arbeitgeber interessant sein kann. 

 

Als Unternehmer*in haben Sie zum Beispiel gelernt, Entscheidungen zu treffen, Ihre Zeit klug einzuteilen, mit Zahlen umzugehen, andere zu überzeugen und vieles mehr. Das alles vergisst man leicht, wenn man in einer Krise steckt und von Selbstzweifeln geplagt wird. Um so wichtiger ist es, dass Sie sich Ihrer Fähigkeiten wieder bewusstwerden, bevor Sie sich um einen Job bemühen. 

Anschließend können Sie überlegen, in welchen Bereichen diese Fähigkeiten gefragt sind, und Sie können die einschlägigen Jobportale nach passenden Angeboten durchforsten oder auch Initiativbewerbungen an Ihre Wunscharbeitgeber schicken.

Die InStart-Berater*innen helfen Ihnen gerne beim Erstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch. 

Hand aufs Herz: Als Selbständige*r oder Kleinunternehmer*in arbeitet man oft entlang der bekannten Bahnen. Und das viel und intensiv. Manchmal merkt man gar nicht, dass das eigene Wissen langsam veraltet oder die Arbeitsweisen nicht mehr up to date sind. 

Krisenzeiten sind gute Gelegenheiten, das eigene Wissen zu aktualisieren. „Ich habe ausgelernt“ – diesen Zustand gibt es nicht mehr in einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt.

 

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Die Notwendigkeit, unabhängig von Alter und Berufserfahrung dazuzulernen, haben alle Menschen, die beruflich aktiv sind!

 

Die Kurse sind also nicht voller blutjunger Menschen, sondern voller Erwachsener, die dazulernen wollen, wie Sie. Zögern Sie also nicht, sich nach spannenden Weiterbildungsmöglichkeiten, Ausbildungen, Seminaren und Kursen umzusehen. Viele Angebote werden sogar finanziell gefördert.

Die InStart-Berater*innen helfen bei der Suche nach passenden Fortbildungen, die Ihr bestehendes Wissen perfekt ergänzen und Ihnen neue Perspektiven eröffnen. Sprechen Sie uns an.

Ihr Weg aus der Krise

Ihr Unternehmen steckt in einer wirtschaftlichen Krise und Sie wissen nicht mehr weiter?

Wir helfen Ihnen, wieder auf die Beine zu kommen. Kostenfrei und unbürokratisch.

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bhp