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Insolvenz
Vor- und Nachteile

Prträt eines Mannes mit Maßband um den Hals hängend

Vorteile einer Insolvenz

Das spricht dafür  

 

  • Sie werden von Ihren Gläubiger*innen in Ruhe gelassen
    Sobald das Verfahren eröffnet wird, stoppt der Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin alle Vollstreckungsmaßnahmen gegen Sie. Das ist für viele verschuldete Selbstständige, die sich von ihren Gläubiger*innen regelrecht in die Ecke gedrängt fühlten, eine große psychische Erleichterung.
  • Ein Insolvenzverfahren ist gut planbar
    Ein Insolvenzverfahren läuft transparent und geordnet ab. Auch das lässt viele Selbstständige nach Jahren der Planlosigkeit aufatmen. Unterstützt durch eine Schuldenberatungsstelle, eine Anwältin oder einen Steuerberater bekommen sie endlich ihre Finanzen wieder in den Griff und können beruhigt schlafen.
  • Nach drei Jahren werden die Schulden gelöscht
    Wenn Sie sich an alle Regeln halten, werden Sie nach drei Jahren von allen Restschulden befreit. Im Vergleich dazu sind außergerichtliche Vergleiche in der Regel deutlich langwieriger. Sie brauchen dafür einen viel längeren Atem und jede Menge Kraft – zumal Sie gleichzeitig Ihre Schulden abbezahlen und Ihr Unternehmen auf Kurs bringen müssen.
  • Sie können Ihre Selbstständigkeit fortsetzen
    Eine Insolvenz bedeutet nicht zwangsläufig das Aus für Ihre Selbstständigkeit. Grundsätzlich ist es möglich, während des Verfahrens Ihr Unternehmen fortzuführen oder sogar ein neues zu gründen. Mit einem schlüssigen Konzept kann es Ihnen gelingen, die Freigabe durch den Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin dafür zu erlangen.

Nachteile einer Insolvenz

Warum es manchmal klüger ist, den Antrag nicht zu stellen

  • Insolvente Unternehmer*innen gelten als gescheitert 
    Mit dem Begriff Insolvenz ist in Deutschland noch immer ein Makel verbunden, den Sie so schnell nicht wieder loswerden. Sie werden in ein öffentliches Insolvenzregister eingetragen und Ihre Geschäftspartner*innen, Ihr Arbeitgeber und Ihre Gläubiger*innen wissen, wie es um Sie steht.
  • Sie erhalten einen Schufa-Eintrag 
    Der Schufa-Eintrag wird frühestens drei Jahre nach der Restschuldbefreiung, also insgesamt sechs Jahre nach Eröffnung des Verfahrens gelöscht. Das kann Ihnen bei der Fortführung und erst recht bei einer erneuten Selbstständigkeit Probleme bereiten. Es wird schwierig werden, auf Vorkasse zu bestellen oder einen Kredit zu bekommen.
  • Ihr Vermögen wird verwertet 
    Bei einer Insolvenz wird der Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin Ihr Vermögen verwerten und den Erlös unter den Gläubiger*innen verteilen. Daher gilt: Je mehr Sie zu verlieren haben, desto gründlicher sollten Sie sich den Schritt zum Insolvenzgericht überlegen. Die mühsam abbezahlte Eigentumswohnung, das schicke Wohnmobil – all das wird unter Umständen der Insolvenzmasse zugeschlagen und verkauft.
  • Ihre Vergangenheit kann Sie einholen 
    Das Gericht wird nicht nur beobachten, wie Sie sich während des Verfahrens verhalten, auch Ihre Handlungen in den Jahren davor werden unter die Lupe genommen. Jeder Hinweis, dass Sie wertvolle Gegenstände oder Geld vor dem Zugriff der Gläubiger*innen "in Sicherheit" gebracht haben, kann zur Folge haben, dass Ihnen die Restschuldbefreiung versagt wird – selbst wenn keine böse Absicht dahinterstand. Bei Kapitalgesellschaften ermittelt die Staatsanwaltschaft automatisch wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung. Sie kann Ihre Geschäftsführungsaktivitäten der letzten zehn Jahre auf mögliche Unstimmigkeiten überprüfen.
  • Schenkungen können rückgängig gemacht werden 
    Haben Sie innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Insolvenzantrag einer nahestehenden Person eine größere Schenkung zukommen lassen, kann es passieren, dass diese rückgängig gemacht und der Insolvenzmasse zugeschlagen wird.
  • Die Restschuldbefreiung steht nur redlichen Schuldner*innen offen
    Sie müssen bereit und in der Lage sein, Ihre Pflichten zu erfüllen und mit offenen Karten zu spielen. Gibt es Gründe, Ihnen die Restschuldbefreiung zu versagen, ist ein Insolvenzverfahren für Sie womöglich nicht die passende Lösung.
  • Es kann von Ihnen erwartet werden, Ihre Selbstständigkeit aufzugeben 
    Es kann vorkommen, dass insolvente Selbstständige durch den Insolvenzverwalter oder die Insolvenzverwalterin gedrängt werden, ihr Unternehmen aufzugeben und sich um eine Festanstellung zu bemühen. Es kostet einiges an Kraft und Überzeugungsarbeit, sich dem zu widersetzen – aber es ist möglich und lohnt sich! Die Berater*innen von InStart helfen Ihnen dabei.
  • Im Wiederholungsfall verlängert sich das Verfahren 
    Munter Geld ausgeben, Schulden machen und alle paar Jahre ein Insolvenzverfahren durchlaufen, um sich davon wieder zu befreien? Das geht natürlich nicht. Der Gesetzgeber hat bestimmte Sperrfristen vorgesehen. Wurden Ihnen Ihre Restschulden erlassen, müssen zehn Jahre vergehen, bevor Sie erneut den Antrag auf Restschuldbefreiung stellen können. Wurde Ihnen die Restschuldbefreiung versagt, weil Sie eine Insolvenzstraftat (nach § 297 InsO) begangen haben, dürfen Sie erst nach fünf Jahren erneut den Insolvenzantrag stellen. Bei weniger schlimmen Versagensgründen müssen Sie drei Jahre warten.
bhp